Univ.Prof. Herbert Wiedemann (Professor für schulpraktisches Klavierspiel an der Universität der Künste, Berlin)
„Ich finde diese Improvisationsanleitung ausgezeichnet und innovativ. Das klangquadrat lebt von der Schlichtheit und Konzentration auf das Wesentliche. Die sparsam gesetzten, überschaubaren Notenbeispiele und die klaren, prägnanten Anweisungen wecken das Bedürfnis nach musikalischem Dialog und schaffen Freiräume und Vertrauen für das Entwickeln eigener Ideen. Die Spielideen und -anregungen sind ein wichtiger Beitrag für einen offenen, kreativen und kommunikativen Klavierunterricht, der unterschiedlichste Wahrnehmungs- und Erlebnisebenen beim Musizieren anregt und entwickelt."

Univ.Prof. Linde Großmann (Professorin für Klavier und Klaviermethodik an der Universität der Künste, Berlin)
Das vorliegende Material überzeugt sowohl durch die methodische Fantasie der Autorinnen als auch durch eine sehr ansprechende äußere Gestaltung. Ein sehr handliches – eben quadratisches – Format und die Anordnung jedes einzelnen Spiels aus dem Hauptteil auf einer separaten Klappkarte aus Karton entlastet die Notentasche des Lehrers. Die stabilen Karten werden bestimmt mehrere Schülergenerationen überstehen.
Die Spielanleitungen (deutsch und englisch) sind knapp gehalten, aber immer verständlich und werden einerseits durch Notenbeispiele, andererseits durch Symbole unterstützt, die den jeweiligen Tonvorrat (Tastaturbild) und die Zielgruppe (Einzelunterricht, Zweiergruppe, kleinere oder größere Gruppen) noch einmal auf einen Blick verdeutlichen. Die Notenbeispiele bieten mögliche Spielvarianten an und liefern bei Bedarf die rhythmischen Patterns. Außerdem hat jedes Spiel einen einprägsamen Namen, was sicher vorteilhaft ist für eine schnelle Verständigung zwischen LehrerIn und SchülerIn. Inhaltlich sind die Aufgaben breit gestreut. Das Improvisieren von kleinen Melodien mit Tönen aus einem gegebenen Tonvorrat oder die Darstellung von kleinen Geschichten oder Stimmungen kommen vor, stehen aber durchaus nicht allein im Vordergrund. Gefördert werden außerdem die Orientierung auf dem Instrument, rhythmisch-metrische Sicherheit (u. a. mit interessanten Sprachspielen), Reaktionsschnelligkeit auch im Hinblick auf Ensemblespiel, Koordination der Hände, Gedächtnis sowie Kenntnisse über formale Gesetzmäßigkeiten, Intervalle, Akkorde, Kirchentonarten, Quintenzirkel u. a. Der Schwierigkeitsgrad hinsichtlich der erforderlichen pianistischen Fertigkeiten der SpielerInnen reicht von sehr gering bis mittelschwer. Da alle Beispiele natürlich variabel und erweiterbar sind, sind den Steigerungsmöglichkeiten keine Grenzen gesetzt.
Das Material ist vielfältig, durchdacht und lockt sofort zum Ausprobieren. Kleine Einschränkungen fallen da kaum ins Gewicht: in „chromos blau“ ist der Fingersatz für die chromatische Tonleiter mit weißen Zahlen auf beigem Grund schwer lesbar; in „change“ ist aus Versehen ein Notenbeispiel doppelt abgedruckt, dafür fehlt das angekündigte andere und schließlich ist in der grafischen Darstellung des Tonvorrats von „x-ray“ ein h mit erfasst, das laut dazugehörigem Notenbild eigentlich ausgespart wird. Insgesamt kann die vorliegende Sammlung den Einzel- und Gruppenunterricht für Klavier in allen Altersstufen bereichern. Neben Spielfreude und Kommunikationsfähigkeit können die SchülerInnen dabei eine Vielzahl an musikalischen Grundfertigkeiten erwerben. (Üben & Musizieren 2/2008, Seite 61 bzw. musikpaedagogik-online)

Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur (Gutachten für den Anhang zur Schulbuchliste)
„Ein ausgezeichnetes methodisches Konzept und eine sehr gute inhaltliche Gewichtung.“

Inst.Dir. Univ.Prof. Christoph Cech (Institut für Jazz und improvisierte Musik an der Bruckneruniversität, Linz)
In einer Zeit, die unter anderem an ihren musikalischen Retorten erstickt, kommt der Improvisation verstärkt eine kulturpolitische Stellung zu, indem sie den klarsten Hinweis auf die Verpflichtung der Musikkunst gibt, Erleben durch die kreative Gestaltung des Momentes möglich zu machen. Elia Kronbergers und Verena Lohbauers „Klangquadrat“ richtet sich an wache MusikerInnen, die imstande sind und sich getrauen, ihre Sinne, Sinnlichkeit und Konzentration in den Dienst des Augenblicks zu stellen und somit die Chance haben, das Tor, das die beiden Autorinnen so geschickt und einladend öffnen, als Tor zu neuen Dimensionen musikalischer Freiheit zu erleben.

neue musikzeitung (Ausgabe 2007/11)
Die beiden Autorinnen versuchen sich an einem heiklen Thema des Klavierunterrichts, der Improvisation und legen mit dem Klangquadrat ein gelungenes Lehrheft der etwas anderen Art vor. Die quadratische Kunststoffbox enthält ein Heft mit Übungen sowie 16 einzelne Karten. Das Heft dient als Vorbereitung auf die Übungen – oder, wie von den Autorinnen benannt, auf die Spiele – in den Karten. Wie sie selbst in ihrem Vorwort angeben, bieten sie eine „Vielzahl von Ideen, um den Klavierunterricht lebendiger zu gestalten“. Da findet sich beispielsweise in dem Spiel „emo“ nach einer kurzen Einführung zu Lernziel und Vorgehensweise, wie sie vor jeder Übung steht, die Anweisung mit dem vorgegebenen Material der rechten Hand (fünf Töne) über einem vorgegebenen Akkord der linken Hand bestimmte Stimmungen, Emotionen auszudrücken. Oder das Spiel „ball“, in dem die Geschichte eines Streits mit unterschiedlichen Angaben wie „beschränke das Tonmaterial auf die schwarzen Tasten“ oder „auf Tonarten wie A-aeolisch“ auf dem Klavier dargestellt werden soll. Übungen, die ebenso in der Arbeit mit jüngeren Schülern die Kommunikationswege im Unterricht, aber auch den Zugang zu den Möglichkeiten eines Klaviers erweitern. Gut aufbereitet und für Klavierlehrer anregend sind die Übungen, die Musiktheorie praktisch vermitteln. In „efant“ soll der Spieler anhand eines abgebildeten Elefanten eine bestimmte Intervallabfolge berücksichtigen oder sich in „modi“ mit den Kirchentonarten auseinandersetzen. Die Übung am Quintenzirkel dient als Vorbereitung auf das Transponieren. Andere Spiele beschäftigen sich mit den Themen Rhythmus, Klangfarbe oder Artikulation. Die meisten Spiele sind von einer Person ausführbar, oder zusammen mit dem Lehrer als „Partner-übung“. Echter Gruppenunterricht (Angabe: für 1–8 Spieler) ist nur in wenigen Fällen möglich. Aber für findige Pädagogen liefert das Heft sicher einige Ideen, die in größeren Gruppen angewandt werden können. Das ansprechende, meist übersichtlich gestaltete Lehrwerk bietet durchaus auch für den konventionellen Klavierunterricht Anregungen und ist nicht nur dafür gedacht aus den Schülern Improvisationskünstler zu machen. Die Arbeit am Klavier macht Musiktheorie erfahrbar, sie eröffnet eine erweiterte Sicht auf die Möglichkeiten des Instruments und erhöht damit auch das Verständnis für Musik. Das Erarbeiten neuer Stücke wird dadurch erleichtert. Ein Werk, das die Sparte Unterrichtsliteratur für Klavier bereichert! neue musikzeitung

International Piano (Ausgabe Juli/August 2007)
Das klangquadrat ist eine faszinierende und inspirierende Sammlung von 16 Improvisationsspielen für Klavier, welche sich gleichermaßen für Einzel- wie Gruppenunterricht eignen (ab dem 2.Lernjahr). Im Gegensatz zu anderen Büchern für Improvisation setzt das klangquadrat keine stilistischen Grenzen (Jazz, Klassik, Barock,…). Stattdessen entwickelt es einen freien Zugang zur Improvisation durch Unabhängigkeit der Hände, Gehörtraining, Raumvorstellung und rhythmische Präzision. Schöne Gestaltung mit praktischen, gut leserlichen 4x4 Spielkarten. Die Spiele können adaptiert werden für eine Spielanzahl von bis zu 8 Spielern. Dies ist eine einzigartige und inspirative Sammlung von Material, welches immer und immer wieder verwendet werden kann und einen neuen Fokus für den herkömmlichen Klavierunterricht darstellt. International-Piano

Gabriele Zimmermann (Musikschule Zimmermann, Deutschland)
Ich habe Ihre Präsentation auf dem Kongress des bdpm (Bundesverband deutscher Privatmusikschulen) in Berlin besucht. Wieder zu Hause begann ich mit dem Klangquadrat zu arbeiten. Meine Schüler und ich haben sehr viel Spaß damit. Was mir immer wieder auffällt ist, wie schön die einzelnen Spiele klingen. Wir haben nun schon ganze Unterrichtsstunden mit einem Spiel und eigenen Variationen verbracht, ohne dass es den Schülern oder mir langweilig wurde. So kann ich sagen, dass das Konzept Schüler wie Lehrer gleichermaßen begeistert.

Achileas Zografos (Pianist und Mitarbeiter der griechischen Musikzeitschrift "Classical Music Review")
„Elia Kronbergers und Verena Lohbauers Klangquadrat ist eine exzellente Sammlung von 16 Improvisationsspielen für Klavier. Das Buch verleitet, sich frei auf dem Klavier auszudrücken. Einer der größten Vorteile des Buches ist, daß viele seiner Vorschläge in größeren Gruppen angewandt werden können und zu musikalischer Kreativität verleiten. Das System mit Spielheft und Spielkarten ist so einfach und funktionell, daß man sich fragt, warum eigentlich keiner schon vorher auf die gleiche Idee gekommen ist.
Insgesamt macht Klangquadrat einen schönen und wohlgeordneten Eindruck – die Klavierspiele sind liebevoll und lustig! – Sehr empfehlenswert. Ich finde es wirklich gut und werde es weiter empfehlen. In Griechenland wird meistens leider mit alten Klaviermethoden wie Beyer etc. unterrichtet. Die Improvisation und ihre großen Vorteile sind für die Mehrheit der Musikpädagogen unbekannt."

Isabella Khan (Gitarrenlehrerin)
„Ich war gestern beim Musikgeschäft Doblinger und habe mir gleich das klangquadrat gekauft, eventuell für mich und meinen Sohn Samuel, aber auch, weil ich mich musikalisch sehr inspiriert gefühlt habe. Es sind gute Gedanken anregungen, die ich auch in meinem Gitarrenunterricht umsetzen kann. Es ist auch wirklich sehr schön gestaltet."

Mag. art. Agnes Heginger (Anton Bruckner Privatuniversität Linz / Jazzabteilung, Gastdozenturen an der Universität der Künste Berlin und an der Hochschule der Künste Bern)
„Ich halte es für eine sehr gute Idee, Gehörschulung und Harmonielehre für Sängerinnen und Sänger von Anfang an in Kombination mit dem Klavier zu unterrichten. Die Gefahr des allzu linearen Denkens, Fühlens und Hörens ist durch das Einbeziehen des klangquadrats in den Unterricht auf wunderbar kreative und spielerische Weise zu bannen.
Selbst bei fortgeschrittener „Verbildung“ („Ich kann das nicht, ich war immer schon schlecht in Gehörschulung“, „Ich habe immer wieder gehört, dass ich ein schlechtes Rhythmusgefühl habe“, etc.), kann mit Hilfe dieses Buches eine – wie ich sagen würde – „Heilung durch Multitasking“ statt finden. Das klangquadrat bietet die Möglichkeit, eine Orientierung zwischen sich selbst (der Stimme) und dem vorgegebenen Tonmaterial durch visuelle Vorstellung oder tatsächliches Tun – im wahrsten Sinne des Wortes „Be-Greifen“ – herzustellen. Viele der vorgeschlagenen Spiele lassen sich wunderbar auf den Gesangsunterricht übertragen.
So wird etwa in „blickquadrat“ oder „verbotene 4“ die Stimme als rhythmisches Instrument begreifbar gemacht, „efant“ bietet reizvolle Gestaltungsideen für Vokalensembles (indem beispielsweise vier SängerInnen in einem Septakkord starten), etc.
Der wahre Gehalt der Spiele des klangquadrats entfaltet sich im Tun. Diese wunderbare Sammlung hervorragender, witziger, und liebevoll durchdachter Improvisationsanleitungen präsentiert sich dem neugierigen Pädagogen als reizvolle Kombination aus klar strukturierten Vorgaben, und weitestgehender Freiheit und Entfaltung der individuellen Kreativität in der Ausführung."

Mag. art. Jaume Pla-Bacin (Klavierlehrer des Oberösterreichischen Musikschulwerkes)
„Mit klanquadrat haben die Autorinnen Elia Kronberger und Verena Lohbauer etwas ganz Neues geschaffen: einen außergewöhnlichen Zugang zum ewigen Streitthema der Klavierimprovisation. Diese Klavierschule wird sowohl Schüler als auch Lehrer begeistern. Die Originalität dieses ungewohnten Konzepts wird durch Aufbau und Format sowie das gelungene Layout von Barbara Ployer unterstrichen. Die neue Methode stellt den klassischen Zugang zum Unterrichtsmaterial in Frage. Vom Unterrichtenden verlangt die Schule eine Auseinandersetzung mit dem vielfältigen Material, die den Schülern sicher Vorteile bringen wird. Schüler werden ihrerseits ein Buch am Notenpult stehen haben, was unendlich praktischer und Respekt einflößender ist als die ewig herumfliegenden A-4- Blätter. Die Schule ist auch für den Unterricht mit Erwachsenen geeignet, was ihr Anwendungspotential weiter erhöht.
Aus der erwähnten Ideenvielfalt würde ich gerne die Kapitel "efant" und die verbotene 4 ein bisschen genauer kommentieren (es könnten auch andere sein, nur würde das den Rahmen dieser Rezension überschreiten). Beim ersten ist die Idee der Improvisation mittels vorgegebener Zeichnung zum Erlernen der Intervalle ein toller Zugang zu einem eher trockenen Thema. Dadurch wird die Theorie spielerisch und mit Inhalt verbunden beigebracht. "Und, wenn schon eine Zeichnung da ist, wie wär's mit einer selber gestalten?" Die Anwendung des Kapitels kann mit eigener Kreationen ausgedehnt werden – die unterschwellige Beherrschung der Intervalle ebenfalls. Bei der "verbotenen 4" stehen wir vor der ersten sinnvollen Benutzung des Metronoms beim Anfängerunterricht, die ich in gedruckter Form gesehen habe. Da die Betonung auf den 4. Schlag und nicht den ersten fällt ist die Tendenz "auf die eins zu warten" – und diese systematisch zu verpassen – von der Oberfläche verschwunden. Das Metronom auf der "schwachen 4" ist nur eine Anspielung auf den vorhandenen Puls, nicht eine rigide Vorgabe. Leicht und brillant – nur einfallen sollte es jemanden!
Zum Abschluss kann ich nur sagen, dass die vielfältigen Kombinationsmöglichkeiten der Spielkarten die Anschaffung von klanquadrat eine sich lohnende Investition machen, sowohl für Schüler als auch für Lehrer. Wir bleiben gespannt auf weitere Projekte von dieser neuen Ideenschmiede."

Piano News (Ausgabe 4 /07 STACCATO-Verlag)
„Seiner Zeit als Momsen momsten,
mit Getrimse durch die Nacht,
saßen Flimsen am Gesimse,
die mit Glimsen hielten Wacht.“

Eine quadratische Box (23 x 23 Zentimeter), darin ein dickes Heft und 16 „Spielkarten“, die sich auf zwei oder drei Seiten aufklappen lassen – das ist das „Klangquadrat“, eine Sammlung von Improvsationsspielen für den Klavierunterricht, das vom Wiener Verlagshaus Doblinger auf der diesjährigen Musikmesse in Frankfurt vorgestellt wurde. Seine Erfinderinnen sind die Pianistinnen Elia Kronberger und Verena Lohbauer, die mit dem Klangquadrat die Summe ihrer Erkenntnisse aus vielen Jahren Unterrichtstätigkeit vorlegen wollen. Dass hierbei die Improvisation im Vordergrund steht, ist dabei mehr als nur Selbstzweck: „Schüler (Kinder wie auch Erwachsene) wollen nicht lernen, sie wollen können!!!“, so die Autorinnen. Die selbst gesteckte Aufgabe bestand also darin, den Lernprozess zu „verstecken“ und in so kleine Teilschritte zu zerlegen, dass jeder einzelne Schritt zu bewältigen ist.
Der von Kronberger und Lohbauer gewählte ganzheitliche Ansatz erscheint hier als naheliegend und zielführend: Einfache und knapp gehaltene Anleitungen ermöglichen ein aufgeräumtes und einladend-klares Layout (schnörkellos und dennoch kindgerecht durchgeführt von Barbara Ployer) und laden zum schnellen Ausprobieren ein, ohne sich allzu lange mit dem Studium der „Gebrauchsanweisung“ aufzuhalten. Auch die Konzeption der insgesamt 32 Stücke von einfachem und mittlerem Schwierigkeitsgrad trägt dieser Idee Rechnung – etwa in dem perkussiven „Slap“, wo zwei Spieler mit der rechten Hand die Saiten des Klaviers abdämpfen müssen, während die linke rhythmische Pattern spielt. Das führt nicht nur zu einem eindrucksvollen Klangerlebnis, sondern kitzelt auch angenehm an den Händen ... Auch „Låfale“, eine Variante des beim Tischtennis vor allem bei Kindern beliebten „Rundlaufs“ (oder auf gut Österreichisch „Ringerl“), dürfte mit seinem hohen Maß an körperlicher Aktivität für viel Freude bei den Schülern sorgen – und schult gleichzeitig das Gefühl fürs „timing“, weil dabei trotz durch Positionswechsel bedingter Spielpausen das Metrum durchgehalten werden muss.
Andere Spiele sind ruhigerer Natur: „Puzzle“, in dem angegebene Akkorde in eine (beliebige) Reihenfolge gebracht und dazu Melodien erfunden werden sollen. Oder „Modi“, in dem der Schüler in Kirchentonarten improvisiert und vor die Aufgabe gestellt wird, ein Stück zu erfinden, das im hellsten Modus beginnt und im dunkelsten Modus endet. Was logischerweise mehrere Fragen aufwirft: Gibt es eigentlich „helle“ und „dunkle“ Tonarten? Und wenn ja – warum klingt lydisch in meinen Ohren heller als beispielsweise dorisch?
Anders als bei „schon fertigen“ Stücken (etwa eine Mozart-Sonate) werden die Schüler bereits in die Entwicklung eines Stückes einbezogen – was sich wiederum segensreich auf das Verständnis der zu übenden Literatur auswirkt.
Hier zeigt sich eine der vielen Stärken dieser Veröffentlichung: Improvisation gerät hier nicht nur zum Selbstzweck, sondern dient als Schlüssel zum tieferen Verständnis jeder Form von notierter und nicht notierter Musik. Angesichts der Fülle guter Ideen und Konzepte von allgemein musikalischem Charakter eignet sich das „Klangquadrat“ beileibe nicht nur für den Klavierunterricht. Besonders die fabelhaften Rhythmusübungen und Spiele zum Training von Merkfähigkeit und Fantasie eignen sich hervorragend zum Einsatz in jeder Form des Unterrichts – einige der Spiele habe ich sogar mit Erfolg in meinem Kinderchor ausprobiert.
Für wen also eignet sich das „Klangquadrat“? Zum einen für Lehrer, die bereits Elemente der Improvisation in ihren Unterricht einfließen lassen und auf der Suche nach gutem (und zudem praxiserprobtem) Material sind, das vom Niveau der Stücke immer „passt“ und pädagogischen Freiraum erlaubt, da jeder Schüler die Anleitungen im Rahmen seiner aktuellen Möglichkeiten umsetzt. Zum anderen aber auch für Lehrer, die sich dem Thema Improvisation bislang noch nicht genähert haben, sich aber gerne auf die Thematik einlassen wollen. Ihnen gibt das „Klangquadrat“ eine Fülle hervorragend aufbereiteter und durchdachter Übungen an die Hand, die zum eigenen Weiterspinnen geradezu einladen. Und nicht zuletzt eignet sich die Sammlung auch für Nicht-Pianisten, da sich gut die Hälfte aller Spiele vor allem auf Themen wie rhythmische Koordination und Vorstellungsvermögen bezieht, von denen auch Bläser und Streicher profitieren können.